Hochschuldidaktik von A-Z
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Hier finden Sie eine Übersicht hochschuldidaktischer Begriffe mit Kurzinformationen, die auf max. zwei Seiten das Thema vorstellen und einordnen. Zu einigen Themen gibt es darüber hinaus weitergehende Informationen in unterschiedlichen Formaten:
- Dossiers enthalten Grundlagen zu thematischen Schwerpunkten und haben den Anspruch, ein Themenfeld umfassend und mit Bezug auf universitäre Lehr- und Lernformen zu diskutieren
- Checklisten sowie
- Links zu Referaten und Videos zur Veranschaulichung von Themenbereichen.
Die Liste wird laufend ergänzt. Sie vermissen ein Thema? Dann lassen Sie es uns wissen.

A
Abschlussarbeiten
beschreibt die wichtigsten Überlegungen und Aufgaben zum Thema Abschlussarbeiten.
Advance Organizer
bezeichnet ein Instrument zur Vorstrukturierung der Lehrveranstaltung und zum Aufbau von Vorwissen bei den Lernenden.
| Vortrag Prof. Dr. Wahl: "Lehreinstieg mit Advance Organizer" |
Aktivierung von Studierenden
bezeichnet die Integration aktivierender Elemente in die Lehrveranstaltung.
Arbeitsauftrag
beschreibt die Tätigkeiten, die Lernende in Phasen von selbstgesteuertem Unterricht oder Gruppenunterricht umsetzen sollen
B
Buzz-Group
bezeichnet eine hochschuldidaktische Methode zur Aktivierung von Lernenden in Grossveranstaltungen.
C
Classroom Assessment Techniques (CAT)
beschreibt das Einholen von studentischem Feedback zur Lehrveranstaltung mit kleinen, wenig zeitaufwendigen Methoden.
Clicker (Classroom Response Systems)
sind ein Zusammenspiel von Soft- und Hardwarekomponenten, um die aktive Teilnahme von Studierenden in Lehrveranstaltungen zu fördern.
Communities, virtuelle
bezeichnet die Gruppe von mehreren am Thema interessierten Personen, die sich über das Internet austauschen.
Curriculum
ist die systematische Beschreibung der verschiedenen Elemente von Lehr- und Lern-Prozessen in ihrem Zusammenwirken. Dadurch wird die Planung, Durchführung und Auswertung der Lehre erleichtert.
- International Mission Impossible? ICT and Alternative Approaches to Internationalising the Curriculum
- Internationalisierung des Curriculums - Curriculum der Internationalisierung. Ein Beispiel aus den Erziehungswissenschaften.
D
Didaktische Reduktion
siehe auch Stofffülle
Doppeldecker, didaktischer
bezeichnet das Prinzip der Kongruenz von Lehr- und Lernprozessen in Lehrveranstaltungen: Der behandelte Lerngegenstand deckt sich mit den entsprechenden Lehr- und Lernaktivitäten.
E
Einstieg in die Lehre
beschreibt eine Phase hochschuldidaktischer Qualifizierung, in der vor allem die erste Lehrveranstaltung und deren didaktische Implikationen im Vordergrund stehen.
Employability
setzt sich zusammen aus „employment“, was sich mit Beschäftigung, einem Anstellungsverhältnis oder Erwerbstätigkeit übersetzten lässt und im deutschsprachigen Raum aber auch oft mit Beruf in Verbindung gebracht wird. Mit „ability“ sind (überfachliche) Kompetenzen, Handlungskompetenz oder individuelle Fähigkeiten gemeint.
- Aufzeichnungen zur Veranstaltung Forschungsuniversität - Employability - Hochschullehre
English, Teaching in English
see Teaching in English.
Evaluation der Lehre
bezeichnet die zielgerichtete Analyse von Lehr-Lernprozessen und Studienprogrammen.
F
Feedback
bezeichnet sowohl das Bewerten von Studierendenleistungen durch Dozierende sowie die Rückmeldung von Studierenden an die Dozierenden im Rahmen der Evaluation der Lehrveranstaltung.
- siehe auch CATs
Forschendes Lernen
bezeichnet die Einführung in die Wissenschaft im Medium wissenschaftlicher Reflexions- und Arbeitsformen.
- Referate zum Thema Verknüpfung von Forschung und Lehre
- Material zur Tagung "Forschendes Lernen an Hochschulen" 2008
G
Gruppenarbeit
bezeichnet sowohl eine Methode als auch eine Sozialform in der Hochschullehre, bei der Studierende in kleinen Gruppen zusammenarbeiten
Gruppenpuzzle
bezeichnet eine Form der Gruppenarbeit, in der die Lernenden auch als Lehrende agieren
H
bezeichnet gegenseitige Lehrveranstaltungsbesuche zur Verbesserung der Lehre
I
J
K
Siehe Hospitation, kollegiale
Kompetenzen, überfachliche
bezeichnet Kompetenzen, die über die Kompetenz des Fachgebietes hinausgehen.
- Webseite: Integration überfachlicher Kompetenzen
- «Überfachliche Kompetenzen als wichtige Lernziele universitärer Bildung» Referat von Prof. Dr. Katharina Maag Merki, Universität Zürich
- «Überfachliche Kompetenzen lehren, lernen, prüfen - aber wie?» Referat von Sarah Bolleter, Kathrin Futter und Mandy Schiefner, Universität Zürich
- «Bildungsqualität durch überfachliche Kompetenzen» Referat von Dietmar Chur, Universität Heidelberg
- Überfachliche Kompetenzen an der Universität Zürich: Beispiele aus der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, Philosophischen Fakultät, Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät
Kompetenzorientierung
Die Berücksichtigung der Kompetenzorientierung gibt eine Hilfe für den Aufbau kohärenter Studiengänge, Module und Lehrveranstaltungen.
Kreditpunkt (Credit Point)
ist eine Einheit innterhalb des ECTS, die das studentische Arbeitspensum in zeitlicher Hinsicht messen, wobei die aufgewendete Zeit gemäss den zu erreichenden Lernzielen bestimmt wird. Ein ECTS-Punkt entspricht einer Studienleistung im Umfang von 25-30 Arbeitsstunden.
L
Lehrevaluation
Siehe auch Evaluation der Lehre
Lehr-Lernmedien
beschäftigt sich mit dem Thema Lehr-Lernmedien
Lehrportfolio
bezeichnet die Dokumentation und Reflexion der eigenen Lehre.
Lehrpreis
bezeichnet die Honorierung von Lehrleistung an Hochschulen durch einen speziellen Preis
- Lehrpreisträger der Universität Zürich
- Mehr Informationen finden Sie auf der Homepage des Bereichs Lehre http://www.lehre.uzh.ch/lehrpreis.html
Lehrveranstaltung
bezeichnet die Durchführung von Lehren und Lernen an Universitäten. Es können unterschiedliche Arten von Lehrveranstaltungen unterschieden werden.
Leistungsnachweise
bezeichnet die Prüfung und Reflexion des Lernerfolgs.
- Präsentation Leistungsnachweise
- FAQs zum Thema Leistungsnachweise
- Praxisbeispiele für Leistungsnachweise an der Universität Zürich
- siehe Multiple-Choice-Prüfungen
- Leistungsnachweise berufsfeldorientiert? Wissenschaftliche Kompetenzen in beruflichem Kontext.
Lernportfolio
bezeichnet die Dokumentation und Reflexion eines Lernprozesses durch die Studierenden.
Lernstopp
bezeichnet eine hochschuldidaktische Methode zur Aktivierung von Studierenden in frontalen Lehrsettings
Lernziel
beschreibt diejenigen Fähigkeiten und Fertigkeiten resp. dasjenige Wissen und Können, welche(s) die Studierenden
aufgrund einer abgeschlossenen Lerneinheit erwerben sollen. Sie beschreiben also Kompetenzen, welche sich die Studierenden
aneignen sollen.
M
Modularisierung
beschreibt die Planung von Studiengängen in Module.
Multiple-Choice-Prüfungen
sind eine spezielle Form von Leistungsnachweisen, die gegenüber klassischen Prüfungsformen einige Vorteile aufweisen, wenn sie methodisch gut gemacht sind.
Murmelgruppen
siehe Buzz-Group
N
O
P
Plagiat, Umgang mit
beschreibt didaktische Überlegungen zur Verhinderung von Plagiaten
Portfolio
bezeichnet die Dokumentation und Reflexion eines Lehr- oder Lernprozesses
siehe
Lernportfolio
Lehrportfolio
Posterpräsentation
bezeichnet die Darstellung eines Lerninhaltes oder Forschungsprojekts mit Hilfe eines Posters.
Präsentieren in der Lehre
bezeichnet die Fähigkeit, den Lernstoff anregend und didaktisch sinnvoll darzustellen.
Praktikum
bezeichnet praktische Phasen während des Studiums
-
Podcast der Universität Frankfurt (D) zum Thema Praktikum
- Praktikum zwischen Wissenschaftlichkeit und Employability? Lernorte ausserhalb der Universität.
Projekt
siehe Lehrveranstaltung
Q
R
Reduktion, didaktische
siehe auch Stofffülle
Referate
bezeichnet eine Form studentischer Aktivität in Lehrveranstaltungen
Reflexion der eigenen Lehre
beschreibt, wie man die eigene Lehre evaluieren kann
S
Sandwich-Prinzip
bezeichnet ein Prinzip zur Strukturierung einer Lehreinheit zur stärkeren Aktivierung der Lernenden
Schlüsselkompetenzen
siehe auch Kompetenzen, überfachliche
Seminar
siehe Lehrveranstaltung
Soft Skills
siehe auch Kompetenzen, überfachliche
Stofffülle, Umgang mit
bezeichnet den Umgang mit viel Lehrstoff bei der Planung von Lehrveranstaltungen
Strukturlegetechnik
Die Struktur-Lege-Technik ist eine Methode, welche die individuelle Ordnung und Speicherung von Lerninhalten unterstützt und für andere visualisiert.
Studieneingangsphase
bezeichnet die erste Phase eines Studiums. Diese Eingangsphase kann als Antwort auf die Frage verstanden werden, wie der Beginn eines Studium gestaltet sein soll, damit das Studium gelingt.
Studiengangsplanung
bezeichnet die Planung und Erstellung eines kohärenten Studiengangs.
T
TAMAS
Ist ein Instrument zur Analyse und zur Qualitätskontrolle von Hochschullehre und Leistungsüberprüfung.
Teaching in English
deals with the challenge for lecturers who are teaching in English in a non-English speaking environment.
U
Überfachliche Kompetenzen
siehe auch Kompetenzen, überfachliche
Übergang Schule-Universität
bezeichnet eine besondere Phase im Leben von Studierender, der von der Hochschule aktiv gestaltet werden kann
Übung
siehe Lehrveranstaltung
Umgang mit Stofffülle
siehe auch Stofffülle
V
Visualisierung von Lerninhalten
bezeichnet die Darstellung von Lerninhalten in ikonographischer Form.
Vorlesung
siehe Lehrveranstaltung
W
Wissenschaftliche Redlichkeit
Kurzinformation zum Thema
Wissenschaftliches Schreiben
bezeichnet das Verfassen eines Textes, der sowohl inhaltlich als auch formal den Anforderungen einer bestimmten wissenschaftlichen Fachgemeinschaft gerecht wird.
